© 2011 www.killifische.com Zucht von Aphyosemion Ich möchte darauf hinweisen das jeder Killifischzüchter seine eigene Methode hat, wie er erfolgreich seine Aphyosemion nachzieht und es kann auch passieren das es manchmal nicht an einem selber liegt. Fische sind Lebewesen und das heißt, sie müssen sich wohl fühlen. Wasserqualität und Temperatur sollte nicht nur bei der Zucht in Ordnung sein. Alle Aphyosemion sind Haftlaicher und deshalb empfiehlt es sich mit einen Schwimmmop zu arbeiten. Auf den Schwimmmop möchte ich nicht weiter darauf eingehen, ich gehe davon aus Sie wissen was das ist. Ein Tipp noch: Der Mop sollte immer länger sein als wie die Höhe des Zuchtbeckens damit auch teilweise der Boden bedeckt ist. Es gibt Arten die laichen lieber in Bodennähe ab, dann gibt es wiederum Arten die laichen ganz oben ab. Empfehlenswert ist es immer bevor sie eine Art züchten wollen, informieren Sie sich über Fachzeitschriften, Steckbriefe ect. über diesen Fisch denn die Wassertemperatur im Zuchtbecken entscheidet oft, ob die Zucht gelingt. Zuchtwasser In vielen Fachbüchern liest man oft Aphyosemion sollte man nur im weichen Wasser halten und züchten. Ich teile diese Aussage nich immer, denn meine Erfahrungen haben ergeben, das viele Aphyosemion Arten auch im mittelharten Wasser gut zurecht kommen und das jahrelang und sich auch weiter vermehren lassen. Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel. Aphyosemion australe kann man z.b nur im weichen Wasser züchten. Ich halte seit Jahren meine Aphyosemion in mittelharten Wasser, zwischen 10-15 Grad Härte und einen PH Wert um die 7.0. Empfehlenswert wäre natürlich bei wenig Erfolg mit mittelharten Wasser umzustellen auf weiches Wasser. Gute Erfahrungen mit mittelharten Wasser machte ich mit folgenden Arten: - Aph. celiae - Aph. exigoideum - Aph. gabuense - Aph. louessense - Aph. ogoense - Aph. ottogartneri - Aph. pascheni - Aph. primigenium - Aph. pyrophore - Aph. striatum Gute Erfahrungen mit nur weichen Wasser machte ich bei folgenden Arten: - Aph. australe - Aph. bochtleri - Aph. cameronense - Aph. mimbon - Aph. maculatum Wassertemperatur Einige Aphyosemion benötigen gerade bei der Zucht eher kaltes Wasser, 18-20 Grad Wassertemperatur max. zur Zucht. Man spricht hier von den kälteren Aphyosemion dazu gehören z.b. Aph. mimbon, ocellatum, coeleste. Bis zu einer Temperatur bis max. 22 Grad kann man Aph. ogoense, pyrophore nachziehen. Bei allen anderen Aphyosemion sollte die Wassertemperatur max. 24 Grad betragen, das bezieht sich aber auch bei der Haltung von allen Aphyosemion. Hilfsmittel Sehr empfehlenswert sind Erlenzäpfchen die mit ins Zuchtbecken gegeben werden können. 3 Stück auf 10 liter Wasser hat sich gut bewährt. Nach einem Tag ist das Zuchtwasser in bräunlicher Farbe und man kann sie wieder entnehmen, was man aber nicht muss. Sie hemmen die Verpilzung der Eier und fördern das wohlbefinden der Fische. Bei einem Winterlichen Spaziergang am Fluss oder See (nur wenn Wasser in der Nähe ist)  findet man die Erlenbäume. Ab spät Herbst bis Frühjahr kann man die Erlenzäpfchen abpflücken. Wenn man sie trocken und dunkel lagert kann man sie das ganze Jahr benutzen. Die am Boden liegende Erlenzäpfchen würde ich nicht nehmen. Verwendbar sind sie natürlich auch fürs Haltungsbecken bzw. Schaubecken, bei mir sehr beliebt und nicht nur wegen der Dekoration. Verpilzung der Eier Es kommt immer wieder mal vor das ein Teil oder sogar alle Eier verpilzen. Das kann folgende Gründe haben. Das Paar oder der einzelne Fisch ist zu Jung. Faustregel bei Aphyosemion ist so ab den 8-12 Monat sind sie Geschlechtsreif. Das Männchen hat das Ei nicht befruchtet bei der Paarung. Sollten immer wieder nur Verpilzte Eier vorkommen würde ich das Paar austauschen wenn die Möglichkeit besteht. Gute Erfahrung machte ich wenn ich das Paar trenne, ein bis zwei Wochen sollten genügen und natürlich alle beide gut mit Lebendfutter füttern. Im günstigsten Fall kann man nach dem zusammen setzten ab dem 2 Tag um die 15-25 Eier am Schwimmmop absammeln. Wenn man das Zuchtpaar im Daueransatz hält wird man täglich zwischen 2-5 Eier absammeln ebenfalls bei guter Fütterung. Lagerung der Eier Ich benutze immer eine kleine Schale (siehe Bild 1 Butterschale) und führe in diese das gleiche Zuchtwasser ein. Problemlos kann man die Eier mit den Fingern am Schwimmmop absammeln und sie in der Schale ablegen. Ich verschließe die Schale immer und wichtig ist die tägliche Beobachtung der Eier. Verpilzte Eier müssen entfernt werden um ein weiters Anstecken der guten Eier zu vermeiden. Die Lagerung hast sich bei ungefähr 24 Grad und dunkel gut bewährt. Nach 16-21 Tagen sollten dann die Jungfische schlüpfen. Die Variante Eier auf nassen Torf  ( Bild 2 & 3) empfehle ich nur wenn immer zu viel Eier verpilzen. Da die Eier nicht im Wasser liegen muss darauf geachtet werden und täglich beobachtet werden wie die Entwicklung der Eier vorran geht damit nicht zu spät aufgegossen wird. (Bild 1) Befruchtete Eier und kurz vor dem Schlupf (Bild 2) Eier auf Nass-Feuchten Torf (Bild 3) Nahaufnahme Eier auf Nass-Feuchten Torf